Leistenbruch

Man spricht von einer Hernie oder einem Bruch, wenn ein Organ, das normalerweise innerhalb einer Körperhöhle liegt, durch eine Wandlücke, die sogenannte Bruchpforte, austritt und in eine Gegend vorfällt, wo es nicht hingehört. Der Leistenbruch oder die Inguinalhernie ist die am häufigsten vorkommende Bruchform neben dem Nabel-, Schenkel- und Narbenbruch.

Ein solcher in der Leiste gelegene Bruch entwickelt sich oft beidseitig, man spricht dann von einer bilateralen Inguinalhernie. Beim direkten Leistenbruch drängt sich eine Darmschlinge infolge einer Wandschwäche im Leistenbereich nach außen und nimmt den Bauchfellüberzug der Bauchwand als Bruchsack mit. Beim indirekten Leistenbruch hingegen folgen vorfallende Eingeweide und Bruchsack dem Leistenkanal entlang dem Samenstrang und nehmen damit den gleichen Weg wie die absteigenden Hoden während der vorgeburtlichen Entwicklung. Angeborene Leistenbrüche sind immer indirekte Leistenbrüche. Männer und Frauen sind in der Häufigkeit im Verhältnis 9:1 betroffen.

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Fachliche Einordnung nach WHO K 40

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