Laktoseintoleranz – Diagnose

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  • Überarbeitet: 04.03.2019
  • Artikel: 18.11.2009
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Bei häufigen Bauschmerzen, Blähungen und Durchfällen sollte stets auch an eine Laktoseintoleranz als mögliche Ursache für die Beschwerden gedacht werden. Typischerweise verschwinden die Symptome unter laktosefreier Diät und treten erneut auf, wenn wieder Milch und Milchprodukte verzehrt werden.

Um eine Laktoseintoleranz festzustellen, muss der Arzt daher als erstes eine genaue Krankengeschichte (Anamnese) erheben. Art, Dauer und das zeitliche Auftreten der Symptome, sowie Ernährungsgewohnheiten des Patienten sind dabei wichtige Informationen. Zur Sicherung der Diagnose stehen einige Testverfahren zur Verfügung.

Am häufigsten wird der sogenannte H2-Atemtest eingesetzt. Dabei muss der Patient zunächst eine Laktoselösung trinken. Bei Laktoseintoleranz gelangt die unverdaute Laktose in den Dickdarm, wo sie durch Bakterien verdaut wird. Bei diesem Prozess entsteht H2(Wasserstoff), das über die Atemluft ausgeschieden wird. Zeigt die H2-Messung in der Ausatemluft erhöhte Werte nach Laktosegabe, liegt eine Laktoseintoleranz vor. Ein weniger zuverlässiges Verfahren stellt der Laktose-Toleranztest dar.

Nach der Gabe von Laktose wird der Blutzuckerspiegel gemessen. Steigt dieser kaum beziehungsweise gar nicht an oder treten Symptome auf, bestätigt das ebenfalls die Diagnose. Ergänzend kann auch eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Durch die Entnahme einer Schleimhautprobe aus dem Dünndarm kann die Aktivität der Laktase direkt bestimmt werden.

Besteht der Verdacht auf einen angeborenen Laktosemangel, wird die Abklärung durch einen Gentest empfohlen.

Diagnosen bei Laktoseintoleranz H2-Atemtest, Gentest, Darmspiegelung
Fachliche Einordnung nach WHO E73.9

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