Gebärmutterhalskrebs – Diagnose

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  • Überarbeitet: 28.06.2013
  • Artikel: 16.11.2009
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Durch eine ausführliche und regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt kann der Gebärmutterhalskrebs schon frühzeitig erkannt werden.

Zu Beginn jeder Krebsvorsorge steht ein gründliches Gespräch, bei dem Vorerkrankungen, Erkrankungen in der Familie und evtl. Besonderheiten im Sexualleben erfragt werden. Anschließend tastet der Arzt Größe und Lage der Gebärmutter zunächst von außen ab. Daraufhin greift er Sitz und Größe der Gebärmutter inklusive Muttermund und Gebärmutterhals von innen über die Scheide ab. Dafür verwendet er einen Spatel aus Metall (Spekulum), um die Scheide zu „entfalten“. Jede Blutung, die durch Berührung während dieser Untersuchung entsteht, ist verdächtig. Ein bereits fortgeschrittener Tumor kann sofort gesehen werden.

Ist die Vagina entfaltet und die Gebärmutter gut zugänglich, entnimmt der Gynäkologe mit einem Wattestäbchen eine Zellprobe (Abstrich). Diese wird im Labor auf entartete Zellen (Krebszellen) untersucht (Pap-Test). Möglich ist auch die Entnahme eines Abstrichs zum Nachweis einer Infektion mit himanen Paillomaviren (HPV-Test). Die Kosten für den HPV-Test werden von der Krankenkasse nur bei Auffälligkeiten im Pap-Test übernommen.

Mit einem Kolposkop (Vergrößerungslupe) kann der Arzt die Oberfläche bzw. Schleimhaut von Scheide und Gebärmutter genauer betrachten. Sind bereits sichtbare Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut vorhanden, wird möglicherweise eine Biopsie vorgenommen. Dafür wird ein winziges Stück Gewebe vom Gebärmutterhals entnommen und im Labor untersucht. Ist der Tumor bereits in tiefere Gewebsschichten vorgedrungen oder besteht Verdacht auf eine Entartung an einer schwer einsichtigen Stelle, kann eine Konisation nötig sein. Dabei wird ein kegelförmiges Gewebsstück aus der Übergangszone zwischen Muttermund und Gebärmutterhals geschnitten und untersucht.

 

Diagnosen bei Gebärmutterhalskrebs Abstrich, Biopsie
Fachliche Einordnung nach WHO C 53

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