Bettnässen – Behandlung

Bettnässen

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Die Flüssigkeitszufuhr sollte nach dem Abendessen eingeschränkt werden. Das Kind sollte nachts öfter aufgeweckt und zur Toilette geführt werden. Das Kind darf zum Harnlassen nicht auf die Toilette getragen werden. Es muss ganz wach sein und allein auf die Toilette gehen. Durch Harnlassen im Halbschlaf würde das unbewusste Einnässen nur gefördert werden. Natürlich sollte jedes Kind Harn lassen, bevor es zu Bett geht. Man sollte mit dem bettnässenden Kind nicht schimpfen. Dies verschlimmert meist den Zustand nur. Das Kind kann den Vorgang des Einnässens nicht willentlich steuern.

Es gibt elektrische Anlagen zur Behandlung des Bettnässens. Bei dieser Vorrichtung lösen die ersten Harntropfen, die mit einem elektrischen Stromkreis in der Betteinlage in Berührung kommen, ein Weckerläuten aus, so dass das Kind aufwacht und auf die Toilette gehen kann, um seine Blase restlos zu entleeren. Diese Methode führt in Einzelfällen zu raschen Erfolgen. Man sollte aber nicht versuchen, das Problem Bettnässen nur mit mechanischen Methoden zu lösen. Wichtigstes Moment der Behandlung ist es, die mit dem Symptom verbundene Botschaft des Kindes zu verstehen und darauf zu reagieren. Wird das Symptom nur beseitigt, ohne dass man auf die zugrundeliegenden seelischen Probleme eingeht, so erfolgt oft lediglich ein Symptomenwandel.

Wenn das Bettnässen von anderen Äußerungen seelischer Störungen begleitet ist oder wenn es sich in Verbindung mit anderen Verhaltensproblemen findet, sollte es von einem Psychiater behandelt werden.

Relevante Behandlungsmethoden für Bettnässen (Enuresis) Zuwendung, Psychotherapie
Fachliche Einordnung nach WHO F 98.0

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