Bandscheibenvorfall

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. N. Schmidt
  • Überarbeitet: 06.10.2010
  • Artikel: 16.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt

Die Bandscheiben sind elastische Knorpelscheiben, die zwischen zwei benachbarten Wirbelkörpern gelagert sind. Sie bestehen aus einem äußeren festen Faserknorpelring und einem weicheren Kern in der Mitte. Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man die plötzlich auftretende oder langsam progressive Verlagerung, bzw. den Austritt von Material aus dem Gallertkern der Bandscheibe (Nucleus pulposus).

Dies kann in der Mitte nach hinten in den Rückenmarkskanal (Spinalkanal) oder nach hinten-seitlich gegen die austretende Nervenwurzel geschehen.

Es kann zum Beispiel als Folge von Verschleißerscheinungen des äußeren Faserknorpelrings zur Vorwölbung oder zum Vorfall des weichen Innenteils in den Wirbelkanal mit mechanischer Reizung und Einklemmung von Nervenwurzeln kommen. Das kann zu Schmerzen, Lähmungen und / oder Gefühlsstörungen führen. Ein Bandscheibenvorfall tritt auf Grund der Statik und Belastung am häufigsten im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule auf und bewirkt Schmerzen im Kreuz, Ober- und Unterschenkel.

Veränderungen der Zwischenwirbelscheiben in der Halswirbelsäule führen zu Schmerzen in den Armen und der Schulter-Nacken-Muskulatur. Im Bereich der Brustwirbelsäule treten fast nie Bandscheibenvorfälle auf.

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Fachliche Einordnung nach WHO M50

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