Akutes Nierenversagen

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  • Überarbeitet: 28.06.2013
  • Artikel: 11.05.2010
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Als akutes Nierenversagen bezeichnet man eine plötzlich auftretende, rasch fortschreitende Abnahme der Nierenfunktion. Besonders häufig tritt dies bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen auf.

 

Auf Intensivstationen sind mehr als 10% der Patienten davon betroffen. Grundsätzlich kann sich die Nierenfunktion nach einem akuten Nierenversagen wieder vollständig erholen.

Der häufigste Auslöser für den akut einsetzenden Funktionsverlust ist eine verminderte Durchblutung der Nieren, beispielsweise im Rahmen eines Kreislaufschocks. Man bezeichnet dies als „prärenales Nierenversagen“, da die Ursache vor der Niere gelegen ist. Beim sogenannten „intrarenale Nierenversagen“ ist die Ursache in der Niere selbst zu finden. Das Organ wird dabei, meist durch Medikamente, so stark beeinträchtigt, dass es zum Funktionsverlust kommt. Am seltensten liegt die Schädigungsursache „hinter“ der Niere, also im Bereich von Harnleiter, Blase oder Harnröhre. Ist der Harnabfluss behindert kann dies zum akuten Nierenversagen führen. Man spricht dann vom „postrenalen“ Nierenversagen.

Symptome treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf, wenn die Nierenfunktion bereits deutlich eingeschränkt ist.

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Fachliche Einordnung nach WHO N17.9

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