Der Kranke trinkt oft mehrmals täglich exzessiv Alkohol und das Trinken bildet den zentralen Lebensinhalt. Andere Interessen werden vernachlässigt oder aufgegeben. Bei Entzug kommt es zu körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen wie zittern, Unruhe, schwitzen, Gereiztheit und Aggressivität und zum Kontrollverlust. Familie und Freunde werden vernachlässigt, die Sucht wird verheimlicht. Es kommt zu Einsamkeit und Desozialisierung.
Oftmals sind Verschuldungen und Arbeitslosigkeit die Folge. Das äußere Erscheinungsbild des Kranken ändert sich: Typisch sind eine rote Nase, ein aufgedunsener Körper und ein trüber Blick.
Körperliche Folgen sind Magen- und Darmbeschwerden, Kreislaufstörungen und Nierenerkrankungen. Häufig zittert der Kranke (Alkoholtremor). Die Bauchspeicheldrüse kann sich entzünden. Meist treten Schädigungen an der Leber (Fettleber, Leberzirrhose, Hepatitis) auf. Der Betroffene leidet an Potenzstörungen bis hin zur Impotenz. Schädigungen von Herz und Gehirn sind möglich. Beeinträchtigungen des Nervensystems zeigen sich in Taubheitsgefühlen, Hautmissempfindungen und -kribbeln, Krämpfen und epileptischen Anfällen.
Psychische Folgen sind Depressionen und Konzentrationsschwäche. Bewusstseinsstörungen und Alkoholhalluzinose können hinzukommen.
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